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Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

25. November 2025, 17:00 - 19:0025. November 2026, Ganztägig
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2025

Gewalt gegen Frauen* und Mädchen* ist eine Menschrechtsverletzung. Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen* und Mädchen* macht jedes Jahr am 25.11. auf das weltweite Problem aufmerksam. 

Wenn wir nach Deutschland blicken, ist jede dritte Frau* mindestens einmal in ihrem Leben von körperlicher oder sexueller Gewalt betroffen. Jeden Tag werden mehr als 140 Frauen* und Mädchen* Opfer einer Sexualstraftat. Fast jeden Tag wird eine Frau* ermordet, weil sie eine Frau* ist. Femizide werden meist von dem aktuellen oder früheren Partner begangen.

Gewalt beginnt aber schon viel früher! Es ist wichtig, dass Frauen* und Mädchen* sehen, dass sie nicht alleine sind. Sexuelle Belästigungen in der U-Bahn, unerlaubte Fotos oder Drohungen sind Gewalt und die gesamte Gesellschaft hat die Verantwortung sie zu verhindern.

 

Gewalt ist nie privat – Gewalt hat System!

Das ist das Motto der diesjährigen Kundgebung und Demonstration des Aktionsbündnisses 25.11.
Start: 17 Uhr (Konstablerwache)
Ende: 19 Uhr
 
Der Aufruf zur Kundgebung

Gewalt ist nie privat – Gewalt hat System!

Es ist jemand, den du kennst. Deine Mutter. Deine Schwester. Deine Freundin. Deine Kollegin. Die Lehrerin deiner Kinder. Gewalt passiert überall. Jeden Tag. Und sie ist real. 

  • Alle 24 Stunden wird in Deutschland eine Frau* ermordet.
  • Alle 45 Minuten wird in Deutschland eine Frau* Opfer von körperlicher Gewalt.
  • Jeden Tag werden über 140 Frauen* in Deutschland Opfer von sexualisierter Gewalt.
  • Die meiste Gewalt geschieht dort, wo Frauen* sich sicher fühlen sollten: zu Hause.
  • Über 80% der Täter sind (Ex)-Partner.

Frauen bleiben nicht freiwillig – das System hält sie fest!

Viele Frauen* bleiben in gewalttätigen Beziehungen, weil sie keine andere Wahl haben aufgrund von

  • Angst und Traumatisierung
  • finanziellen Abhängigkeiten (z.B. unsichere Arbeitsverhältnisse, schlechte Bezahlung oder Teilzeitarbeit, geringere Renten im Vergleich zu Männern)
  • Sorgearbeit
  • zusätzlichen Erschwernissen: z.B. Sprachbarrieren (taube und migrantische Frauen), unsichere Aufenthaltstitel sowie Misstrauen gegenüber Institutionen und Behörden aufgrund von Ausgrenzungserfahrungen

Was fehlt: Schutz, Zuflucht und Solidarität

  • Frauen* und Mädchen* die Opfer von Gewalt werden brauchen Unterstützung, professionelle Beratung und Zufluchtsorte Z.B. gibt es deutschlandweit viel zu wenige Frauenhäuser - immer wieder müssen Frauen* abgewiesen werden und in den Gewaltbeziehungen aushalten.
  • Trans* Frauen und lesbische Frauen* erleben Gewalt, weil sie nicht den patriarchalen Vorstellungen von Geschlecht und Ordnung entsprechen.
  • Und weltweit ist das Bild dasselbe: In Kriegsgebieten, in Diktaturen aufgrund der Klimakrise und auf der Flucht – überall sind Frauen* überproportional gefährdet.

Die Kombination aus finanzieller Abhängigkeit, fehlenden Schutzräumen und dem
Wegschauen der Zivilgesellschaft hält die Frauen* in der Gewalt gefangen.

Wir sagen: Jede Frau* kann Gewalt erfahren.

Wir sagen: Gewalt an Frauen* und Mädchen* ist menschengemacht, kein Schicksal.

Wir sagen: Gewalt an Frauen* und Mädchen* ist kein Einzelfall, es ist ein gesellschaftliches Problem.

Wir sagen: Gewalt an Frauen* und Mädchen* muss enden!

Wir demonstrieren alle gemeinsam am 25. November den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen* und Mädchen*, um zu zeigen: 

 Gewalt ist nie privat. – Ihr seid nicht allein. 

 Gewalt hat System. – Wir sehen euch.

Wir brechen das System. – Wir kämpfen mit euch für uns alle.

Wir sind laut! - Wir sind viele! - Es ist Zeit, uns zu verbünden! 
 

Rückblick 2024

In diesem Video zeigen wir Impressionen von der Kundgebung und Demo zum Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen 2024.